Wie schon in den letzten Jahren waren unsere Zweitligistinnen auch diesmal in der Endrunde um die deutsche Pokalmeisterschaft vertreten. Austragungsort war diesmal Kolbermoor, was den Seriensieger Berlin nicht davon abhielt, zum sechsten Mal in Folge den Titel zu holen. Die zwölf Teams spielten zunächst in vier Dreiergruppen jeweils das Team aus, das ins Halbfinale kam. Nach der Auslosung war den TuS-Verantwortlichen klar, dass dieses Ziel so gut wie unerreichbar war, denn mit dem seit Jahren dominanten Erstligisten Berlin und mit dem ESV Weil waren zwei Erstligisten zugelost. Mit 0:3 gegen den Favoriten und späteren Turniersieger Berlin und 1:3 gegen Weil am Rhein schied der TuS nach der Gruppenphase um einige Erfahrungen reicher aus.
Unser Trainer-Duo Sandra Peter und Ingo Hodum entschied sich für den Einsatz der heimischen Talente Milena Burandt, Steffi Felbermeier und Janine Hanslick, die nichts zu verlieren hatten und unbeschwert Erfahrungen vor dem Rückrundenstart in der zweiten und dritten Bundesliga sammeln sollten. Hinzu kam mit der amtierenden ägyptischen Meisterin Farida Badawy eine weitere junge Spielerin, die immerhin aus Afrika internationale Erfahrung mitbringt. Sie war auch die Einzige, die beim unvermeidlichen 0:3 gegen den deutschen Abonnement-Pokalsieger ttc berlin eastside einen Satz beim 1:3 gegen die polnische Nummer eins Natalja Bajor gewann. Burandt unterlag der U15-Mannschaft-Europameisterin Josephine Neumann ebenso deutlich wie Janine Hanslick der zweifachen serbischen Einzelmeisterin und vierfachen deutschen Mannschaftsmeisterin Sabina Surjan.
Etwas knapper war der Spielverlauf dann gegen den ESV Weil. Steffi Felbermeier bewies beim knappen 1:3 gegen die im Jugendbereich international erfahrenen Lea Lachenmayer, dass sie gegen Abwehr geduldig und taktisch klug spielt. Und danach gewann Farida Badawy erstaunlich klar mit 3:0 gegen die norwegische Nationalspielerin Martine Toftaker. Janine Hanslick kam erst im dritten Satz gut mit der Litauerin Kornelija Riliskyte zurecht, verlor diesen aber in der Verlängerung. Und Badawy weckte mit einem überraschenden 11:6 im ersten Satz gegen Lachenmayer Hoffnungen, die sie gegen die immer sicher werdende Abwehr danach nicht mehr einlösen konnte. Das TuS-Aufgebot reiste keineswegs enttäuscht, sondern eher ermutigt zur weiteren Vorbereitung für die Rückrunde nach Hause. Immerhin war man den Erstligistinnen nicht hoffnungslos unterlegen und das macht Mut für den Rückrundenstart in der 2.Bundesliga am 24.Januar in Offenburg und tags darauf in Stuttgart.
