Erstmals stehen die Zweitligaspielerinnen nach ihrem 6:3-Sieg beim TuS Uentrop nach Pluspunkten an der Tabellenspitze der 2.Bundesliga. Doch der Schein trügt, nach Minuspunkten rangieren sie auf Rang drei. Immerhin holten sie erneut zwei wertvolle Auswärtspunkte.
Im westfälischen Uentrop kamen sie mit einem blauen Auge davon, denn die Gastgeberinnen mussten ohne ihre herausragende Spitzenspielerin Svetlana Ganina antreten und waren am Ende doch nur um 20 von fast 400 Bällen schwächer als der TuS. Der musste am Ende froh sein, dass die vielleicht besten Doppel der 2.Bundesliga erneut stachen. Dank Chu/Nalisnikovska und Motsyk/Hanslick gelang auch diesmal eine 2:0-Führung, die für die folgenden Einzel Rückenwind gab. Der Sieg von Motsyk/Hanslick hing mit 12:10 im Entscheidungssatz allerdings am seidenen Faden.
Dieser riss auch nicht, als Olena Nalisnikovska später gegen Elena Shapovalova nach einem 0:2-Satzrückstand im fünften Satz noch mit 11:9 gewann. Zuvor hatte sie Luisa Düchting ebenfalls in fünf Sätzen bezwungen. Dass sie und auch Iryna Motsyk derzeit nicht ganz an die Leistungen vor dem Krieg und auch noch in den ersten Kriegsjahren herankommen, hat sicher viel mit der Situation in ihren Heimatstädten Kiew und Lwiw zu tun, die regelmäßiges Training unmöglich macht und in die es die beiden dennoch immer wieder zieht. Motsyk musste sich diesmal sogar in beiden Spitzeneinzeln der deutschen U19-Ranglistenersten Eileen Kalaitzidou und trotz 2:0-Satzführung Nadine Sillus beugen.
Da war es gut, dass neben den Doppeln auch Neuzugang Yi-Ching Chu voll überzeugte. Sie gab in beiden Spitzeneinzeln nur einen einzigen Satz ab. Nach bisher 4:1 Siegen in den Spitzeneinzeln ist die 21jährige Taiwanesin eine spürbare Verstärkung für unser Team. Und die beim TuS groß gewordene Janine kassierte zwar gegen die routinierte und international erfahrene Ukrainerin Elena Shapovalova ihre erste Saisonniederlage, überzeugte aber umso mehr im Doppel. Nach drei Auswärtssiegen stehen im Februar die ersten beiden Heimspiele an. Neben der absoluten Spitzenpartie gegen den nach Minuspunkten weiterhin führenden MTV Engelbostel-Schulenburg aus Hannover am Samstag, 14.Februar um 17.30 Uhr wird dies tags darauf um 12 Uhr die Begegnung mit dem TTV Anröchte nahe Hamburg sein. Bis dahin bleiben beide Ukrainerinnen hier und werden sich frei von Luftalarmen, Drohnen und fehlendem Strom, Wasser und Heizung mit der gesamten Mannschaft gründlich vorbereiten.
