Zum Start ins neue Jahr haben die Tischtennisspielerinnen des TuS mit zwei Heimsiegen die Spitzengruppe der 2. Bundesliga erreicht. Auf ein hart erkämpftes 6:3 gegen Tabellenführer MTV Engelbostel-Schulenburg aus dem Großraum Hannover folgte tags darauf ein klares 6:1 gegen den personell geschwächten TTK Anröchte.
Weil Engelbostel-Schulenburg anschließend knapp mit 6:4 in Langweid gewann, bleiben die Niedersachsen aber an der Spitze. Dahinter mischt der TuS als neuer Zweiter ganz vorne mit – der TTC Langweid liegt nach Minuspunkten gleichauf und der TuS Uentrop liegt als vierter nur einen Punkt zurück. Die Meisterschaft verspricht Spannung bis zum letzten Spieltag und bringt vielleicht sogar den Zweitliga-Titel für die Brucker Tischtennisspielerinnen.


Gegen Engelbostel-Schulenburg drehte der TuS dabei das Ergebnis aus der Vorrunde: In Niedersachsen hatten die Bruckerinnen noch unglücklich 4:6 verloren, diesmal kippte das Duell in der vollen Jahnhalle zugunsten der Gastgeberinnen. Viele Spiele waren eng, häufig ging es über mehrere Sätze und der TuS brachte die kniffligen Momente mit Kampfgeist und mutigen Lösungen durch. Eine wichtige Grundlage legte das TuS-Quartett bereits in den Doppeln. Zur Rückrunde wurden die Paarungen neu formiert und sind seitdem ungeschlagen. Auch diesmal stand es nach den Doppeln 2:0, ein psychologisch wichtiger Vorsprung für die Einzel.


Dort geriet Yi-Ching Chu zunächst ins Hintertreffen: Der Neuzugang aus Taiwan verlor gegen die belgische Nationalspielerin Julie Van Hauwaert im fünften Satz. Am Nebentisch glich aber Iryna Motsyk aus. Gegen die schwedische WM-Teilnehmerin Matilda Hansson setzte sie sich nach engem Verlauf in vier Sätzen durch. Den entscheidenden Unterschied machte an diesem Abend Olena Nalisnikovska. In der Vorrunde gegen Engelbostel-Schulenburg noch ohne Sieg, gewann sie diesmal beide Einzel. Zunächst bezwang sie Laura Milos in vier Sätzen, später holte sie auch den Schlusspunkt: Im letzten für die Wertung relevanten Match gewann Nalisnikovska gegen die Ukrainerin Veronika Hud, die mit einer starken 12:1-Bilanz angereist war, mit 3:1 – damit stand der 6:3-Heimsieg fest.


Beste Einzelspielerin der Gäste war Van Hauwaert: Sie gewann nicht nur gegen Chu, sondern auch ihr Spitzeneinzel gegen Motsyk. Janine Hanslick, im Doppel noch Teil der 2:0-Führung, musste sich in den Einzeln Hud trotz Gegenwehr geschlagen geben – wie in dieser Saison bereits viele Gegnerinnen des ukrainischen Supertalents. Am Tag danach hatte der TuS deutlich weniger Mühe. In unveränderter Aufstellung kontrollierten die Gastgeberinnen das Duell mit dem abstiegsbedrohten und stark ersatzgeschwächten TTK Anröchte und gewannen 6:1. Ausgerechnet gegen Anröchte ging das erste Doppel in der Rückrunde mit Motsyk und Hanslick verloren.
