Ein Auswärts- und ein Heimspiel an einem Wochenende hatten unsere Drittligistinnen zu verkraften. Sie schlugen sich gut, obwohl ihnen mit der Inderin Priyadarshini Das ihre Nummer eins fehlte. Einem 6:3-Sieg beim Aufsteiger FC Bayern München folgte ein spannendes und leistungsgerechtes 5:5 in der Jahnhalle gegen den TSV 1860 Bad Rodach.


In beiden Partien war es wichtig, dass unser Kader breit genug aufgestellt ist, um auch das Fehlen einer Spitzenspielerin weitgehend zu verkraften: Beim FC Bayern gab unser Team schon in den Doppeln mit zwei deutlichen Siegen die Richtung vor. Diese Führung gaben die Bruckerinnen zunächst nicht ab, denn einer hauchdünnen Niederlage von Steffi Felbermeier mit 9:11 im Entscheidungssatz stand ein klarer Sieg von Janine Hanslick gegenüber. Spannend ging es auch am zweiten Paarkreuz zu, wo die fünfzehnjährige Anna Walter gegen Boyu Hang den fünften Satz verlor, während am Paralleltisch Milena Burandt ungefährdet blieb. Im hochklassigen Spitzeneinzel setzte sich Hanslick knapp gegen Theresa Faltermaier durch, so dass Steffi Felbermeiers Niederlage nichts an unserer Führung änderte. Den Schlusspunkt zum 6:3-Endstand setzte Anna Walter mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Schorr.


Viel Zeit zum Regenerieren blieb unserem Quartett nicht, denn tags darauf war schon um 12 Uhr Spielbeginn in heimischer Halle gegen den TSV 1860 Bad Rodach. Dort erwartete uns trotz des Fehlens des sehr starken japanischen Neuzugangs Haruna Sugita ein spielstarkes und homogenes Quartett aus Nordbayern. Und selbst die Stimmungshoheit war angesichts der vielen mitgereisten Fans der Gäste keineswegs gewährleistet. In der überaus spannenden Partie auf Augenhöhe schien anfangs der TuS im Vorteil, weil seine beiden starken Doppel erneut für eine 2:0-Führung sorgten. Doch noch vor der Pause war der Vorsprung dahin, denn die herausragende Ex-Erstligistin Valerija Mühlbach und die ebenfalls mit großartiger Abwehr kaum bezwingbare Polina Pashchenko glichen postwendend gegen Janine Hanslick und Steffi Felbermeier aus.


Jeweils ohne Satzverlust blieben dann die fünfzehnjährige U15-Mannschafts-Europameisterin Anna Walter im TuS-Dress und die bundesligaerfahrene Ukrainerin Diana Styhar auf der Gegenseite. Eine Niederlage drohte uns, als dann Hanslick gegen die eminent starke Mühlbach im Spitzeneinzel das Nachsehen hatte, doch Steffi Felbermeier kam mit viel Geduld und Konzentration gegen Pashchenko zu einem hauchdünnen und wichtigen 12:10-Sieg im Entscheidungssatz. Abschließend musste Walter die größere Routine von Styhar und die junge Rodacherin Svenja Schirm die größere Sicherheit von Milena Burandt anerkennen. Das schiedlich-friedliche Remis entsprach dem Spielverlauf, wie die vielen Fans beider Seiten unisono meinten.

