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Erste Bundesliga-Punkte für unsere Erstliga-Damen

1. Damen, Saison 2026/27 Stacy, Franziska, Chantal, Janine

Klarer 6:2-Sieg bei der geschwächten TTG Bingen/Münster macht Mut

Allen Grund zum Jubeln hatten unsere Aufsteigerinnen in die 1.Bundesliga am Sonntagnachmittag: Soeben hatten sie in der langen Brucker Tischtennis-Geschichte erstmalig Punkte in der höchsten deutschen Spielklasse geholt. Sie gewannen auch in dieser Höhe verdient gegen ein personell gehandicaptes Quartett der Gastgeberinnen, in dem nur drei der vier Spielerinnen Erstligaformat hatten. Der TuS musste zwar erneut auf seine Stammspielerin Iryna Motsyk verzichten, konnte dies dank seines starken Unterbaus aber besser verkraften.

Bingen muss für die gesamte Vorrunde auf seine Nummer eins aus der Volksrepublik China verzichten und kurzfristig fiel auch noch die Weißrussin Ulyana Miaskchanskaya als Nummer fünf aus. Dies schmälert aber keineswegs die Leistung des TuS-Teams, das dank seines breiten Kaders trotz des Fehlens von Iryna groß aufspielte. Die Weichen zum Sieg stellten schon die beiden Doppel, die schon besser als beim Saisonstart vor einer Woche harmonierten: Huang/Schreiner hatten keinerlei Mühe und Mantz/Hanslick steigerten sich deutlich und kamen mit der unorthodoxen Mischung aus Angriff und Abwehr von Wang und Mynarova gut zurecht.

Mit der 2:0-Führung im Rücken geht man unbeschwerter in die ersten Einzel, wie vor allem Yu-Chiao Huang, unser taiwanesischer Neuzugang von der DJK Kolbermoor, beim glatten 3:0 gegen die sechzehnjährige große deutsche Nachwuchshoffnung Lisa Wang zeigte. Auch Franziska Schreiner, zweiter TuS-Neuzugang, verlangte der Russin Elena Kuzmina alles ab, unterlag aber am Ende knapp. Mit einer beruhigenden 3:1-Führung ging es in die Pause.

Weil Bingen keine ligataugliche Ersatzspielerin aufbieten konnte, kam der vierte Punkt für den TuS durch Chantal Mantz quasi von selbst. Dass der TuS einen starken Unterbau hat, bewies nach der Leistung von Janine Hanslick im Doppel auch die fünfzehnjährige Anna Walter. Die U15-Vize-Europameisterin mit der deutschen Nationalmannschaft wurde von Trainerin Sandra Peter erstmals eingesetzt und verlor hauchdünn mit 9:11 im Entscheidungssatz gegen die weitaus erfahrene Erstligaspielerin Karolina Mynarova aus Tschechien, nachdem das große TuS-Talent bereits mit 2:0 Sätzen geführt und danach Matchbälle gehabt hatte.

Mit einer 4:1-Führung ging es in die zweite Runde der Spitzeneinzel und hier gelang dem TuS-Duo ein beeindruckendes Finale: „Stacy“, wie die Taiwanesin Huong mittlerweile beim TuS mit Künstlernamen genannt wird, ließ der Russin Elena Kuzmina beim 3:0 keine Chance und Franziska Schreiner zeigte gegen Lisa Wang, dass sie durchaus mit einer Mischung aus Geduld und Konsequenz gegen Abwehr drei Sätze lang gut spielen kann.  Der Jubel beim TuS-Kader war groß. Aus einem nach dem überraschenden Aufstieg in kurzer Zeit zusammengestellten Kader ist in kurzer Zeit ein echtes Team geworden, das voll Zuversicht dem weiteren Saisonverlauf entgegensieht. Die nächste sehr hohe Hürde wartet erst am 8.November beim deutschen Vizemeister TSV Dachau 65 auf die Bruckerinnen, denn das vorgesehene Heimspiel einen Tag zuvor gegen die TG Langenselbold wurde verlegt.

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