2 G Plus und Leistung Plus (11.12.21)

Unsere Bundesligistinnen gewinnen sensationell hoch 6:0 gegen Süßen

Bei aller Vorsicht mit Superlativen: Stärker als am Samstag vor angesichts der 2 G Plus-Vorgaben erstaunlich vielen Zuschauer war unser in dieser Saison so starke Tischtennis-Team noch nie: Der Tabellendritte schlug den Vierten mit sage und schreibe 6:0 und beendete die Vorrunde als Dritter.

Das vor der Saison realistische Ziel einer Position unter den besten vier Teams der dritten Bundesliga ist damit zur Halbzeit fast schon erreicht. Die erfreulich vielen Schlachtenbummler aus dem württembergischen Süßen hatten allenfalls in den Anfangsdoppeln die akustische Hallenhoheit, doch hier zeichnete sich bereits ab, dass das TuS-Team, das zehn Tage lang fast täglich intensiv trainiert hatte, in Bestform, war. „Wir wollten unser bestes Doppel gegen das beste der Gäste stellen, weil wir dann auf zwei Siege hofften“, meinte Ingo Hodum kurz vor Spielbeginn. Die Rechnung ging auf, die beiden Ukrainerinnen Iryna Motsyk und Olena Nalisnikovska trumpften ebenso auf wie Janine Hanslick und Steffi Felbermeier.

Mit einer 2:0-Führung im Rücken spielt es sich bekanntlich leichter. Iryna Motsyk ist so stark, dass sie die Abwehr der aktuellen deutschen Jugend-Nationalspielerin Lea Lachenmayer fast nach Belieben knackte. Ingo Hodum hatte für das Abschlusstraining tags zuvor eigens für diese Partie einen starken männlichen Abwehrspieler als Sparringspartner engagiert. Auch dieser hatte gegen Motsyk letztlich keine Chance. Iryna steht nach der Vorrunde mit 15:1 Siegen in den Spitzeneinzel einsam an der Spitze der Bestenliste in der dritten Liga. Und gleichzeitig legte Olena Nalisnikovska ihre Selbstzweifel ab und zeigte gegen Mallika Bhandarkar, dass sie in längeren Ballwechseln schwer zu schlagen ist.

Die TuS-Anhänger bedauerten in der Pause angesichts einer 4:0-Führung ein wenig fehlende Spannung, freuten sich aber über die wohl beste Saisonleistung ihrer Mannschaft. Diese setzten dann die TuS-Eigengewächse fort, die derzeit so stark und selbstbewusst wie noch nie auftreten. Janine Hanslick, beweglich und technisch stark, gewann erstmals gegen Katharina Binder und das recht eindeutig. Und Steffi Felbermeier bekam es mit der hessischen Verbandstrainerin Katharina Sabo zu tun, die erst eine Partie in der gesamten Vorrunde verloren hatte. Die beiden ersten Sätze gingen in der Verlängerung an Sabo, dann aber übernahm Steffi immer mehr die Initiative, griff auch über ihre Rückhand sehr druckvoll an und bestimmte fortan das Geschehen. Sie setzte sich noch mit 3:2 durch und machte den in dieser Höhe sensationellen 6:0-Sieg fest. Die beiden Spitzenteams aus Schwabhausen und Stuttgart liegen nur mehr ganz knapp vor dem TuS, der aber realistisch bleibt: Schwabhausen II kann jederzeit aktuelle Bundesligaspielerinnen aus seinem deutschen Spitzenkader einsetzen und damit das Geschehen an der Spitze fast diktieren. Und Stuttgart verstärkt sich für die Rückrunde mit einer chinesischen Spitzenspielerin, wie zu hören ist. Diese beiden Teams werden wohl um den Titel und Aufstieg spielen, der TuS aber will Platz drei halten und damit sein bestes Ergebnis in der Vereinsgeschichte einfahren. Wie das Trainergespann Sandra Peter und Ingo Hodum schon beim abschließenden Weihnachtsessen mitteilten, soll dazu weiterhin hart trainiert werden.

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