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Der Tag der Steffi Felbermeier (08.05.22)

Die TuS-Spielerin wird überraschend bayerische Vizemeisterin

Dass er inzwischen zu den bayerischen Spitzenclubs im Damen-Tischtennis zählt, unterstrich der TuS Fürstenfeldbruck bei den bayerischen Meisterschaften im oberpfälzischen Neumarkt. Obwohl ausländische Starterinnen, wie sie in den Bundesligen Alltag geworden sind, hier nicht starten können, war das sportliche Niveau bemerkenswert. Und unser Kader konnte jetzt auch im Erwachsenensport den Lohn langjähriger Nachwuchsarbeit ernten: Steffi Felbermeier wurde geradezu sensationell Vizemeisterin im Einzel und Janine Hanslick kam sowohl im Doppel als auch im Mixed als aufs Treppchen. Beide sind beim TuS groß geworden.

Im Einzel wurde zunächst in Gruppen gespielt und die beiden Ersten erreichten das im KO-System ausgetragene Achtelfinale. Ohne Niederlage blieben als Gruppensiegerinnen Janine Hanslick, die ihre dennoch überzeugende Vereinskollegin Ronja Brüchert auf Rang zwei verwies. Im Duell zweier hochtalentierter Youngsters setzte sich die ab dem 1.Juli für den TuS startende achtzehnjährige Milena Burandt gegen die ein Jahr jüngere Lea-Marie Schultz durch. Diese erreichte als Gruppenzweite aber ebenso das Achtelfinale wie die sehr sicher wirkende Steffi Felbermeier, die alle Gruppenspiele gewann.

Wie gut sie in Neumarkt drauf war, zeigte Steffi Felbermeier dann auch im Achtelfinale. Johanna Dietrich von der DJK Regensburg unterlag ihr mit 0:4. Eine Überraschung gab es, als sich in einem TuS-Duell die in Bestform spielende Lea-Marie Schultz sich mit 4:1 gegen Janine Hanslick durchsetzte. Milena Burandt fertigte Marie Gmoser vom Post SV Augsburg mit 4:1 ab. Ronja Brüchert jedoch hatte Lospech, sie traf auf die an Platz eins gesetzte Titelverteidigerin Laura Tiefenbrunner von der DJK Kolbermoor und unterlag trotz starker Leistung mit 0:4.

Tiefenbrunner schaltete im Viertelfinale dann die erneut bemerkenswert starke Lea-Marie Schultz mit 4:1 aus. Dennoch war der TuS auch im Halbfinale vertreten. Dieses erreichte nämlich Steffi Felbermeier in einem Aufsehen erregenden Match gegen die hohe Favoritin Koharu Itagaki, das derzeit vielleicht größte Nachwuchstalent in Deutschland. Mit 3:0 Sätzen führte Steffi, gab dann aber drei Sätze ab. Die Entscheidung fiel dann mit 11:7 im siebten Satz mit der wohl besten Turnierleistung, die die BWL-Studentin vom TuS jemals geboten hat. Und auch Milena Burandt stieß ins Halbfinale vor, sie wurde beim 4:0 gegen Lili-Sara Popp von der SB Versbach ihrer Favoritenrolle gerecht.

Im Halbfinale trafen Felbermeier und Burandt aufeinander. Die Partie war umkämpft, doch dieser Sonntag war Steffis Tag: Sie konterte hart und platziert und ergriff selbst die Initiative, wann immer das möglich schien. Felbermeier setzte sich mit 4:2 durch und stand sensationell im Finale. Dennoch zeigte die zuletzt für Landshut startende Wackersdorferin Milena Burandt, dass sie eine wertvolle Verstärkung für den TuS sein wird. Steffi jedoch stand vor rund 200 Zuschauern im Finale und hier hatte sie gegen Laura Tiefenbrunner beim 0:4 keine Chance. „Der Druck war wohl doch zu groß und Laura liegt ihr auch gar nicht“, kommentierte Coach Ingo Hodum die unvermeidliche Niederlage. Dennoch durfte Steffi nicht nur über ihre Leistung bei diesem Turnier stolz sein, sondern sich über eine große Ehre freuen: Als Vizemeisterin Bayerns ist sie automatisch für die Deutsche Meisterschaft im Juni in Saarbrücken qualifiziert.

Janine Hanslick hatte sich nach einer glänzenden Saison in der 3.Bundesliga, wo sie wesentlich zum Aufstieg in die zweite Liga beigetragen hatte, auch für die „Bayerische“ viel vorgenommen. Im Doppel und Mixed konnte sie das mit zwei dritten Plätzen verwirklichen. Mit Daniel Rinderer vom FC Bayern München als Partner gab sie bis zum Halbfinale keinen einzigen Satz ab, dann aber versperrten Koharu Itagaki (TSV Bad Königshofen) und Lorenz Schäfer (TTC Würzburg Kist) beim 1:3 den Weg ins Finale. Und im Doppel trat Janine mit ihrer künftigen Vereinskollegin Milena Burandt an. Auch hier gelang der Einzug bis ins Halbfinale problemlos, doch dann scheiterten beide in fünf umkämpften Sätzen an Lea Fath (TSV ‚H’ofstetten) und Johanna Dietrich (DJK Regensburg). Immerhin holte Janine, die dem TuS leider für die Vorrunde der kommenden Saison wegen eines Auslandssemesters in den USA fehlen wird, zwei Plätze auf dem Treppchen. Insgesamt bewies unser junger Kader, dass er in der bayerischen Spitzenklasse angekommen ist.

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