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Der TuS wird Süßens Albtraum (16.01.22)

Vor einem Jahr noch mussten sich die TuS-Tischtennisspielerinnen in der 3.Bundesliga bei der TTG Süßen mit einem hart erkämpften 5:5 begnügen, in dieser Saison aber sind die Württembergerinnen, immerhin Tabellenvierter, Lieblingsgegnerinnen des TuS geworden: Zum Rückrundenauftakt verteidigte unser Team den glänzenden dritten Tabellenplatz mit einem 6:1-Kantersieg in Süßen und sollte diesen Platz auch bis zum Saisonende nicht mehr abgeben. Erst im Dezember hatte der TuS die Vorrundenpartie sensationell hoch mit 6:0 gewonnen.

Dabei war es diesmal sicher von Bedeutung, dass die Gastgeberinnen mit einigen Handicaps zu leben hatten: Mallika Bhandakar als Nummer eins im Team hatte ihre Corona-Erkrankung soeben erst hinter sich und sollte nicht unmittelbar nach Fristablauf eingesetzt werden. Jugend-Nationalspielerin Lea Lachenmayer zog sich beim vorletzten Ballwechsel gegen Olena Nalisnikovska eine Fußverletzung zu, gewann den einen fehlenden Punkt zum Sieg trotzdem, konnte dann aber gegen Iryna Motsyk nicht mehr antreten. Und auch Katharina Sabo musste den vierten Satz gegen Motsyk nach Verletzung kampflos abgeben.

Iryna Motsyk wäre freilich auch an diesem wie an anderen Tagen ohnehin kaum zu schlagen gewesen. Sie ist die konstanteste und stärkste Spielerin, die jemals das TuS-Trikot überstreifte. Ihre bislang 17:1 Siege in den Spitzeneinzeln sind geradezu phänomenal. Auch diesmal gewann die Ukrainerin mit ihrer Landsfrau Olena Nalisnikovska das Doppel und anschließend war sie auch im Einzel gegen Katharina Sabo die Spielerin mit den entscheidenden Endschlägen. Sie spielt so kompromisslos, wie es kaum einer anderen in der dritten Bundesliga möglich ist. Dies unterscheidet sie von Olena Nalisnikovska, die fast ohne Endschläge auskommt und daher längere Bälle sucht. Gegen eine Abwehrspielerin wie die siebzehnjährige deutsche Nachwuchshoffnung Lea Lachenmayer ist das nicht unbedingt das beste Rezept und so unterlag sie, auch weil sie öfter mit sich selbst haderte, in vier Sätzen.

Besonders erfreulich ist, dass Janine Hanslick und Steffi Felbermeier, die beide beim TuS groß geworden sind, großen Anteil am kaum mehr gefährdeten und großartigen dritten Tabellenplatz haben. Beide spielen ein ungewöhnlich harmonisches und erfolgreiches zweites Doppel, das sie auch in Süßen wieder gewannen. Und beide zeigten in den Einzeln erneut, dass sie auch in sehr engen Partien kühlen Kopf bewahren und ihr bestes Tischtennis auch unter Druck zeigen können. So setzte sich Steffi Felbermeier gegen die starke Katharina Binder in vier hauchdünnen Sätzen durch und Janine Hanslick lieferte sich mit Amelie Fischer, der bärenstarken deutschen TOP 12-Spielerin der Jugend, einen begeisternden Kampf, den sie im fünften Satz für sich entschied. In dieser Verfassung darf man sich auf die anstehenden Heimspiele der intakten Mannschaft freuen. Nächste Gelegenheit ist am Sonntag, 30.Januar um 14 Uhr in der Jahnhalle gegen den VfL Sindelfingen.

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