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Erstmals Tabellenführer der dritten Bundesliga (13.02.22)

Siege in Schwabhausen und gegen Hofstetten sorgen für Hochstimmung

Eitel Sonnenschein herrschte am Wochenende bei unseren Bundesligistinnen. Sie gewannen das Spitzenspiel beim Tabellenführer TSV Schwabhausen II mit 6:3 und weil sie tags darauf in der Jahnhalle den TSV Hofstetten glatt mit 6:0 abfertigten, übernahmen sie erstmals in der an Erfolgen über Jahrzehnte reichen Brucker Tischtennis-Historie die Tabellenführung der 3.Bundesliga der Frauen.

Unser Quartett fuhr keineswegs als Favorit zum Tabellenführer, zumal das nicht ganz befriedigende 5:5 in Neckarsulm noch nicht ganz verdaut war. Doch schnell kehrte das bewährte Selbstvertrauen zurück, als einmal mehr beide Doppel an den TuS gingen. Mit einem 2:0 im Rücken spielen sich die ersten Einzel leichter, wie Iryna Motsyk zeigte. Sie konnte sich für die deutliche Vorrundenniederlage gegen die Holländerin Emine Ernst mit einem 3:0 revanchieren. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass Olena Nalisnikovska gleichzeitig gegen die auch in der 1.Bundesliga recht erfolgreiche Ungarin Orsolya Feher chancenlos blieb.

Mit einer 3:1-Führung ging es in die Pause und danach in die ersten Partien am zweiten Paarkreuz. Hier drohte die Partie zu kippen, denn Janine Hanslick musste sich diesmal ihrer früheren Teamkollegin Sarah Diecke in fünf Sätzen beugen und Stefanie Felbermeier hatte gegen die ebenfalls höherklassig erfahrene Eva-Maria Covaciu wenig zu bestellen. Doch dann spielte das ukrainische Spitzenpaarkreuz des TuS seine ganze Klasse aus und das trotz der Belastung durch die brisante politisch-militärische Situation in der Heimat. Iryna Motsyk schlug auch die Ungarin Orsolya Feher recht klar in vier Sätzen und Olena Nalisnikovska lief gegen Emine Ernst zur Bestform auf und gab nicht einmal einen Satz ab. Den wichtigen Punkt zum 6:3-Endstand erkämpfte sich Janine Hanslick in einer sehr engen und emotionsgeladenen Partie gegen Covaciu.

Im Gegensatz zur Vorwoche konnte das TuS-Team diesmal den Schwung des überraschenden Auswärtserfolgs beim Spitzenreiter in den nächsten Tag mitnehmen. In der Jahnhalle bot sich die Chance, durch einen klaren Sieg gegen den Tabellensiebten TSV Hofstetten dank des knapp besseren Spielverhältnisses die Tabellenführung zu übernehmen. Dass das Team aus Unterfranken ohne die starke Svenja Horlebein auskommen musste, deren Staatsexamen tags darauf begann, trug sicher zum 6:0-Kantersieg bei. Zudem bescherte diese Personalie den Fans die Freude, das technisch erstaunlich starke elfjährige Talent Eva Xintia Gao zu erleben. Der TuS bestimmte schon in den Doppeln das Geschehen, weil er im fünfzehnten Spiel in Folge in gleicher Besetzung antreten konnte. Danach gerieten Iryna Motsyk, Olena Nalisnikovska, Janine Hanslick und Steffi Felbermeier selten in Gefahr. Sie gaben insgesamt nur drei Sätze ab und führen jetzt dank des besseren Spielverhältnisses die Tabelle an vor Schwabhausen II und Stuttgart. Alle drei Spitzenteams weisen fünf Minuspunkte auf, für Spannung in den nächsten Wochen ist also gesorgt. Jetzt gilt es, die sehr hohe Hürde beim Angstgegner Rapid Chemnitz am 26. Februar möglichst unbeschadet zu nehmen. Dann folgen nur mehr zwei Heimspiele gegen die Abstiegskandidaten Viktoria Wombach am 19.März und gegen die DJK Landshut am letzten Spieltag, dem 3.April. Danach erst wird feststehen, ob Stuttgart, Schwabhausen II oder der TuS das Aufstiegsrecht zur 2.Bundesliga hat. Voraussetzung ist, dass Iryna Motsyk aus Lviv und Olena Nalisnikovska aus Kiew weiterhin unbehelligt und unbeschadet anreisen können.

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