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Große Freude und ein wenig Enttäuschung (05./06.02.22)

Unsere Damen schlagen Stuttgart und spielen remis in Neckarsulm

Die gesamte Konzentration galt am Wochenende dem Spitzenspiel der 3.Bundesliga und mit letztem Einsatz gelang ein herausragender 6:4-Sieg gegen den Tabellenzweiten DJK SB Stuttgart. Tags darauf reichten dann Kraft und innere Spannung nur mehr für ein 5:5 beim Tabellenachten SU Neckarsulm. Für eine Woche steht der TuS damit auf Rang zwei und damit besser denn je.

Die württembergische Metropole strebt den Aufstieg in die zweite Bundesliga an und hat zu diesem Zweck die chinesische Ex-Nationalspielerin Di Bao für einige Spiele der Rückrunde gewonnen. Dafür verzichteten die Stuttgarterinnen in der Jahnhalle auf die am zweiten Paarkreuz noch ungeschlagene Ronja Mödinger, was sich als vielleicht spielentscheidend erweisen sollte. Der TuS spielte wie in allen Partien dieser Saison in seiner Stammbesetzung und dieser gelang sensationell die Revanche für die 4:6-Niederlage aus der Vorrunde.

Iryna und Olena
Janine und Steffi

Eine 2:0-Führung nach den Doppeln ist mehr als die beiden Punkte wert, weil das ganze Team dann selbstbewusst in die Einzel geht. Eben dieses 2:0 gelang einmal mehr dem TuS, denn Motsyk/Nalisnikovska gewannen ebenso wie  Hanslick/Felbermeier. Diese Führung brachte der TuS mit 3:1 in die Pause, weil Iryna Motsyk sich in vier spektakulären Sätzen gegen Alexandra Schankula durchsetzte. Dass Olena Nalisnikovska sich unerwartet gut auf Di Bao einstellte und erst im fünften Satz mit 8:11 unterlag, machte zudem Mut für den weiteren Verlauf.

Iryna
Olena

Der begann mit einem klaren Sieg von Janine Hanslick gegen Anja Eichner und auch Stefanie Felbermeier wusste beim knappen 2:3 gegen die bislang am Spitzenpaarkreuz recht erfolgreiche Ramona Betz zu überzeugen. Aus dem 4:2 wurde in den Spitzeneinzeln ein 4:4, denn Motsyk musste sich im Spitzenspiel gegen Di Bao mit 8:11 im fünften Satz einer taktisch  geprägten Partie geschlagen geben. Bao gewann zwar beide Einzel, wurde aber trotz ihrer heutzutage auch in China unorthododoxen und schwer zu spielenden Penholder-Haltung mit einseitigen langen Noppen voll gefordert. Die Hoffnung, dass Nalisnikovska gegen Schankula gewinnen könne, zerschlug sich freilich beim 1:3.

Janine
Steffi

Doch dann kam die Stunde der beiden beim TuS groß gewordenen Stammspielerinnen: Steffi Felbermeier ließ Anja Eichner beim 3:0 nicht den Hauch einer Chance. Janine Hanslick sah, als diese Partie endete, beim Stand von 0:2 Sätzen und einem 6:10-Rückstand wie die Verliererin aus. Doch als nur noch ihr Tisch besetzt war und viele Zuschauer bereits in den Mantel schlüpften, riskierte Janine alles und traf alles. Sie wehrte die vier Matchbälle ab und zwang die Fans, den Mantel wieder auszuziehen. Im spannenden vierten Satz ging es wiederum in die Verlängerung, die Janine in der mittlerweile sehr lauten Jahnhalle wiederum gewann. Im Entscheidungssatz wechselte wiederholt die Führung, am Ende aber verwandelte Janine Hanslick den Matchball zum 12:10 und damit zum vielumjubelten 6:4-Sieg des TuS gegen den Favoriten.

Danach hieß es schnell duschen, noch schneller essen und schlafen, denn schon am Sonntag um 14 Uhr stand die Partie beim Tabellenachten SU Neckarsulm an. Bei der Anreise merkte die TuS-Trainerin Sandra Peter an, dass es schwer werde, die Spannung vom Vortag aufrecht zu erhalten. Leider sollte die langjährige Erstligistin und Championsleague-Siegerin recht behalten: Unser Quartett gab sich alle Mühe, kam aber über ein 5:5 nicht hinaus. Die erfolgsverwöhnten Doppel brachten statt des erhofften 2:0 nur ein 1:1 durch Motsyk/Nalisnikovska zustande. Erstmals konnte der TuS beim Stand von 3:3 mit 5:3 in den beiden Spitzeneinzeln in Führung gehen. Doch am zweiten Paarkreuz gingen Janine Hanslick und Steffi Felbermeier jetzt leer aus und damit gab es einen 5:5-Endstand. Zuvor hatte Iryna Motsyk standesgemäß wieder beide Einzel gewonnen und Olena Nalisnikovska einen Punkt beigesteuert. Eines ihrer beiden Einzel gewann auch Janine Hanslick. Der TuS muss jetzt am Samstag um 14 Uhr als Außenseiter beim Tabellenführer TSV Schwabhausen II antreten. Der momentan dicke Terminkalender sieht dann für den kommenden Sonntag bereits das Heimspiel gegen den TSV Hofstetten vor. Sollte diese Partie gewonnen werden, steht dem dritten Platz am Saisonende und damit dem bislang besten Abschneiden in der Vereinsgeschichte nichts mehr im Wege.

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