Gut drei Stunden Dauerwerbung (13.11.21)

Unser Bundesliga-Quartett erkämpft gegen den ungeschlagenen TSV Schwabhausen II ein Remis

Trotz der 2G-Regel recht erfreulich waren Besucherzahl und Stimmung beim Derby der dritten Bundesliga zwischen unseren Drittligistinnen und dem ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Schwabhausen II. Die Fans aus beiden Lagern erlebten eine Partie, die eher Zweit- als Drittliganiveau hatte und in der es ein leistungsgerechtes 5:5 gab.

Unser Team steuert mit jetzt 10:4 Punkten klar auf das gesteckte Saisonziel eines Platzes unter den TOP 4 zu. Die Reserven des deutschen Vizemeisters Schwabhausen können personell aus dem Vollen schöpfen, weil sie als deutsches Spitzenteam einen auch zahlenmäßig starken Kader benötigen und diesen dann teilweise in der zweiten Mannschaft einsetzen können. So war in der Jahnhalle die Ungarin Orsolya Feher zu sehen, die ein technisch feines Tischtennis spielt und dies bereits beim klaren Sieg im Doppel zeigte. Der TuS musste bangen, ehe der Ausgleich zum 1:1 durch Motsyk/Nalisnikovska gelang.

Doch der nicht erwartete Rückschlag folgte noch vor der Pause: Emine Ernst erwies sich als beste Spielerin in der Halle und brachte Iryna Motsyk die erste Saisonniederlage bei. Iryna kam mit dem sehr druckvollen und schnellen Spiel direkt am Tisch nicht zurecht und wurde zu oft aussichtslos weit nach hinten gedrängt. Und weil gleichzeitig die stark aufspielende Olena Nalisnikovska an einer ebenso großen Überraschung vorbeischrammte, als sie gegen die auch in der ersten Bundesliga erfolgreiche Orsolya Feher zwei Matchbälle im fünften Satz nicht verwandelte, gab es in der Pause bei einem 1:3-Rückstand lange Gesichter bei den TuS-Anhängern.

Doch es spricht für unsere Mannschaft, dass sie nie aufsteckte. Zunächst gelang Janine Hanslick das sichere 2:3 gegen Sarah Diecke, die ihre Jugendjahre beim TuS verbrachte. Doch Steffi Felbermeier konnte gegen die höherklassig erfahrene Eva-Maria Covaciu trotz guter Leistung das 2:4 im fünften Satz nicht vermeiden. In den folgenden Spitzeneinzeln scheiterte der Versuch, das Break der Gäste wettzumachen. Zwar gewann Iryna Motsyk in drei Sätzen gegen Feher, doch Olena Nalisnikovska klebte das Pech am Schläger: Auch gegen Emine Ernst unterlag sie in der Verlängerung des fünften Satzes und blieb trotz starker Leistung in den Einzeln sieglos.

So mussten die beiden TuS-Eigengewächse versuchen, aus dem 3:5 noch ein 5:5 zu machen. Steffi Felbermeier gelang dies sicher gegen Diecke, Janine Hanslick aber lag rasch mit 0:2 Sätzen zurück. Doch mit letztem Einsatz erzwang sie einen fünften Satz, in dessen Verlauf die Halle tobte: Janine gewann mit bemerkenswertem Siegeswillen und ermöglichte ein beachtliches 5:5 gegen den Top-Favoriten der dritten Bundesliga. Nach mehr als drei Stunden Dauerwerbung in Sachen Tischtennis ist der TuS weiterhin Tabellendritter vor den beiden letzten Vorrundenspielen im Dezember in Landshut und abschließend daheim gegen Süßen und hatte anschließend allen Grund zum Feiern.

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